Das FIFO-Verfahren bei Krypto: der Leitfaden für Ihre Steuererklärung 2025

Víctor Lázaro

Víctor Lázaro

3 Min. Lesezeit

Das FIFO-Verfahren bei Krypto: der Leitfaden für Ihre Steuererklärung 2025

Wenn Sie in Bitcoin, Ethereum oder einen anderen Token investiert haben, werden Sie zu Beginn der Erklärungssaison ein Wort immer wieder hören: FIFO.

Bei colvence haben wir Tausende von Transaktionen verarbeitet, bei denen das FIFO-Verfahren die Hauptrolle spielt. Es zu verstehen ist nicht bloß eine Frage der Buchführung, sondern der Schlüssel dazu, wie viel Steuern Sie tatsächlich zahlen werden.

Was ist das FIFO-Verfahren?

FIFO steht für First-In, First-Out (zuerst hinein, zuerst hinaus). Für die spanische Finanzverwaltung sind Kryptowährungen „gleichartige Wirtschaftsgüter”. Das bedeutet: Wenn Sie 2020 einen BTC und 2023 einen weiteren gekauft haben, unterstellt das Gesetz beim Verkauf eines Teils, dass Sie die zuerst erworbenen Einheiten veräußern.

Warum entscheidet sich die spanische Finanzverwaltung für FIFO?

Die AEAT wendet dieses Kriterium an, um der Volatilität eine Ordnung zu geben. Da unterstellt wird, dass Sie die ältesten Bestände verkaufen, fällt das steuerliche Ergebnis meist höher aus (die Kurse früherer Jahre lagen in der Regel niedriger), was zu einem höheren Veräußerungsgewinn führt.

Praktisches Beispiel: die Wirkung auf Ihren Geldbeutel

Stellen Sie sich folgende Aktivität eines Privatanlegers vor:

  • Januar 2021: Sie kaufen 0,5 BTC zu einem Kurs von 20.000 € (Anschaffungskosten: 10.000 €).
  • Juni 2024: Sie kaufen 0,5 BTC zu einem Kurs von 50.000 € (Anschaffungskosten: 25.000 €).
  • Dezember 2025: Sie verkaufen 0,6 BTC zu einem Kurs von 60.000 € (Erlös: 36.000 €).

Berechnung nach FIFO:

  1. Sie verkaufen die 0,5 BTC aus Januar 2021 (Anschaffungskosten 10.000 €).
  2. Sie verkaufen 0,1 BTC aus Juni 2024 (anteilige Anschaffungskosten: 5.000 €).
  • Gesamte Anschaffungskosten: 15.000 €.
  • Steuerpflichtiger Gewinn: 36.000 € - 15.000 € = 21.000 €.

Hätten Sie den BTC aus 2024 wählen können (LIFO-Verfahren), wäre Ihr Gewinn deutlich geringer ausgefallen – in Spanien haben Sie diese Wahl jedoch nicht.

Vergleichstabelle der Kryptosteuerberechnung nach dem FIFO-Verfahren gegenüber LIFO für die spanische Steuererklärung 2025

Welche anderen Möglichkeiten gibt es (und warum gelten sie in Spanien nicht)?

In anderen Ländern gibt es Alternativen, in Spanien ist der Spielraum jedoch gering:

  • LIFO (Last-In, First-Out): die zuletzt gekauften Einheiten verkaufen. Das könnte die Steuer in steigenden Märkten senken, doch die AEAT lehnt es für gleichartige Wirtschaftsgüter ab.
  • HIFO (Highest-In, First-Out): zuerst die teuersten Einheiten verkaufen. Zur Optimierung ideal, aber nicht zulässig.
  • Gewogener Durchschnittspreis: bei anderen Vermögenswerten üblich, doch die spanische Finanzverwaltung hat sich in ihren verbindlichen Auskünften klar geäußert: bei Krypto gilt FIFO.

Expertenhinweis: Es gibt ein neueres Urteil des Obersten Gerichtshofs des Baskenlands, des TSJPV (Februar 2025), das die Debatte darüber eröffnet, ob FIFO für Krypto das richtige Verfahren ist. Um Strafen der landesweiten AEAT zu vermeiden, wenden wir bei colvence FIFO dennoch weiterhin streng an, bis es eine offizielle Rechtsänderung gibt.

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FIFO AEAT Steuerjahr 2025 Kryptobesteuerung P&L
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Steuerberatung, colvence.com

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